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Projekt

Virtueller Übersetzungsdienst (VÜ)

Träger

FH Flensburg

Fachhochschule Flensburg
Studiengang Technikübersetzen

Team

Leiter
Professor Dr. Klaus Schubert

wissenschaftliche Mitarbeiterinnen
Lisa Link, B.A. (Hon.)
Dorothea Kratz, M.A.

 

Dauer

November 1998 bis April 2000

 

Förderung

BMBF

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Programm "Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen" (aFuE)

Partner

International Communications Europe GmbH, Rendsburg (int'l.com GmbH)
     

Inhalt

Ziel des Projekts Virtueller Übersetzungsdienst war die Modellierung des Ressourcen- und Workflowmanagements mittelständischer Übersetzungsdienstleister durch Entwicklung eines Demonstrationsprototyps für ein Auftragsabwicklungssystem.

Das im Projekt prototypisch entwickelte Auftragsabwicklungssystem ermöglicht die Kommunikation zwischen einem Übersetzungsdienstleister und seinen Kunden einerseits und zwischen dem Dienstleister und den an unterschiedlichen Arbeitsabläufen beteiligten Fachleuten andererseits. Die Kommunikation erfolgt über das Internet oder ein unternehmensweites Intranet mit Hilfe von Standardhilfsmitteln wie E-Mail und Webbrowsern. Je nach der Art der zu bearbeitenden Aufträge werden unterschiedliche Fachleute beteiligt. Hierzu gehören Fachübersetzer, Korrektoren, Terminologen und Nachbearbeiter maschineller Übersetzungen sowie die Betreuer von Terminologiedatenbanken, Übersetzungsspeichern und maschinellen Übersetzungssystemen.

Das System ist vor dem Hintergrund der Situation mittelständischer Dienstleister entworfen. Es geht von der Erfahrung aus, dass solche Unternehmen häufig integrierte Systemlösungen suchen und hierbei darauf angewiesen sind, Standard-Softwarepakete über vorhandene Schnittstellen in ein Gesamtsystem einzubinden, ohne dass es sich für sie lohnen würde, Lizenzen für den Zugriff auf den Quellkode der einzelnen Anwendungen zu erwerben.

Der Prototyp sieht vor, dass drei Gruppen von Anwendern beteiligt sind, die drei Typen von Dokumenten austauschen. Die Anwendergruppen sind die Kunden, der Dienstleister als Koordinator und die Fachleute. Die Dokumenttypen sind Mitteilungen (E-Mails), zu übersetzende Dokumente und Sprachressourcen.

Die Fachübersetzer und die anderen am Gesamtarbeitsablauf beteiligten Fachleute sollen in der Lage sein, alle erforderlichen sprachtechnologischen Hilfsmittel einzusetzen. Neben Hilfsmitteln, die die Bearbeitung der zu übersetzenden Dokumente im jeweiligen Format erlauben (Textverarbeitung, Desktop Publishing, Web-Formate, Softwarelokalisierungsformate...), sind dies vor allem Terminologiedatenbanken, Übersetzungsspeicher und maschinelle Übersetzungssysteme. Hinzu kommen Übersetzerarbeitsumgebungen, die mehrere der Funktionen Textverarbeitung, Terminologieverwaltung, Übersetzungsspeicher und maschinelle Übersetzung in Kombination anbieten.

Das Projekt ist im April 2000 mit der Fertigstellung eines Prototyps abgeschlossen worden, der bei drei Anlässen der Fachöffentlichkeit vorgestellt wurde (tekom-Regionalgruppe Nord, Hamburg, März 2000; tekom-Frühjahrstagung, Dresden, April 2000; Präsentation vor geladenen Gästen aus Firmen und Hochschulen, Flensburg, April 2000).

 

Diplomarbeiten

Göhlert, Thomas (1999):
Inventarisierung und funktionale Einschätzung der Teleübersetzungsdienste im Internet.
Unveröffentlichte Diplomarbeit. Flensburg: Fachhochschule Flensburg, Studiengang Technikübersetzen
 

Rösner, André (1999):
Realisierung des Zugriffs auf eine Terminologiedatenbank über dynamische Web-Seiten.
Unveröffentlichte Diplomarbeit. Flensburg: Fachhochschule Flensburg, Studiengang Technikübersetzen

 

Publikationen Kratz, Dorothea (2000):
“Teleübersetzung: Internetgestütztes Ressourcenmanagement in verteilten Teams.”
Elisabeth Gräfe (Hg.): Frühjahrstagung 2000 in Dresden. Stuttgart: tekom, 65-69
  Link, Lisa (1999):
“Qualitätssicherung in einem virtuellen Übersetzungsdienst.”
Vortrag auf der internationalen Fachtagung TQ 2000: Translationsqualität an der Universität Leipzig, zur Veröffentlichung angenommen
  Link, Lisa (2000):
“Arbeitsabläufe in einem virtuellen Übersetzungsdienst.”
Beitrag zum virtuellen Seminar Was können Systeme der maschinellen und maschinengestützten Übersetzung in realen Anwendungen wirklich leisten?, Verbundprojekt Virtueller Campus, Universität Hannover, Universität Hildesheim, Universität Osnabrück, Wintersemester 1999/2000
  Schubert, Klaus (1997):
“Remote-Access Translation Services: Software Design with the User in Focus.”
Translating and the Computer 19. London: Aslib
  Schubert, Klaus (1999):
“Resource and Workflow Management Support in Teletranslation.”
Translating and the Computer 21. London: Aslib/IMI
  Schubert, Klaus (2000):
“Virtueller Übersetzungsdienst. Telekooperation für Übersetzungsdienstleister.”
technische kommunikation 22 [5]: 25-29
  Schubert, Klaus; Dorothea Kratz, Lisa Link (2002):
“Workflow- und Ressourcenmanagement für mittelständische Übersetzungsdienstleister. Kurzbericht über das Projekt Virtueller Übersetzungsdienst.”
Rudolf Walczak (Hg.): Angewandte Forschung 1997-2001. Fachhochschule Flensburg. Mering: Weka, 128
   
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aktualisiert 16.05.2009 KS